Hovenweep: Steintürme und endloser Himmel

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Hovenweep: Steintürme und endloser Himmel

In Utah direkt an der Grenze zu Colorado liegt das Hovenweep National Monument. Ein kleiner Nationalpark, der jedoch mit die beeindruckendsten Ruinen des ganzen amerikanischen Südwestens bietet. Umgeben von mit kleinen gelben Blumen bedeckten Kreosot-Büschen recken sich dort aus Sandstein gemauerte Steintürme in den türkisblauen Wüstenhimmel.

Gebaut wurden die Wohntürme von den Anasazi, einer prähistorischen Pueblo-Kultur, um das Jahr 1000 herum. Zu der Zeit begannen die Bewohner robuste mehrstöckige Steinbauten zu konstruieren. In Gemüsegärten bauten sie Mais, Bohnen, Kürbisse und Amaranth an. Um die Bewässerung zu sichern bauten sie steinerne Wälle mit denen sie das Wasser von Bächen und Regenwasser kanalisieren konnten. ‚Hovenweep‘ bedeutet ‚Verlassenes Tal‘ in der Sprache der Ute. Nach rund 200 Jahren sind die Vorfahren der heutigen Pueblo-Stämme aus dem Tal verschwunden. Ob Wassermangel, Klimaänderungen oder ein Vulkanausbruch der Grund war, weiß man heute nicht.

Teilweise sind die mit D-förmigem Grundriss erbauten Türme mehr als sechs Meter hoch. In der Regel sind sie am Rand eines Canyons und in der Nähe einer verlässlichen Wasserquelle errichtet worden. Die am besten erhaltenen Ruinen findet man am Square Tower-Fundort. Dort ist auch die täglich geöffnete Ranger-Station und der Campingplatz, der das ganze Jahr über geöffnet ist. Die beste Reisezeit für einen Besuch ist der Herbst.

Anfahrt: Hovenweep liegt 56 Kilometer nordöstlich von Bluff, Utah. Die Zufahrtsstraßen sind nicht asphaltiert und werden bei Regenwetter matschig und teilweise unpassierbar.
Quellen: eigene Reise, Wikipedia, Little Known Southwest, National Park Service
Bildnachweis: Steinturm am Horseshoe Canyon, Hovenweep National Monument, Utah; National Park Service

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