Manchmal eine Lösung – Samenspende

veröffentlicht von am Okt 19, 2012 in Allgemein, Kinderwunsch | Keine Kommentare
Manchmal eine Lösung – Samenspende

Schon seit mehr als 100 Jahren steht mit der Fremdsamenspende oder Donogenen Insemination (DI) ein alternativer Weg der Familienbildung zur Verfügung, wenn sehr schlechte Spermienqualität oder gar nicht mehr vorhandene Spermien bei einem Paar die Schwangerschaft auf normalem Weg verhindern. Inzwischen werden in Deutschland jedes Jahr rund 1000 Kinder mit Hilfe von Donogener Insemination oder einer weitergehenden reproduktionsmedizinischen Behandlung (IVF, ICSI) gezeugt. Bei der Behandlung wird der Samen des Spenders in die Gebärmutter der Frau eingebracht mit dem Ziel eine Schwangerschaft zu erreichen. Der Samen wird zuvor auf übertragbare Krankheiten sowie HIV getestet und nur verwendet, wenn er einwandfrei ist. Mit Hilfe eines auf DI spezialisierten Reproduktionsmediziners wählen Paare einen passenden Spender aus. Dabei gibt es „Yes“ und „No“-Spender. „Yes“ bedeutet, dass der Spender damit einverstanden ist, dass die von ihm gezeugten Kinder seine Daten erhalten und ihn kontaktieren können, wenn sie dies möchten. „No“-Spender bleiben anonym. Bis vor einigen Jahren gab es nur anonyme Spender in Deutschland. Inzwischen ändert sich das langsam.

Gefühle und Einstellungen zu DI vorab klären

Vor der Behandlung müssen beide Partner zustimmen und es ist ratsam, dass alle emotionalen und juristischen Fragen vor Behandlungsbeginn in Ruhe geklärt werden, damit beide Beteiligte einverstanden sind. Es ist gut, wenn Frau und Mann ihre Gefühle sowie eventuelle Zweifel und Fragen bezüglich der Spendersamenbehandlung ehrlich erkunden, um zu sehen, ob sie sich ein Leben mit einem durch Samenspende gezeugten Kind oder mehreren Kindern langfristig vorstellen und auch emotional tragen können. Dies ist meiner Einschätzung nach sehr wichtig für die zukünftigen Kinder. Denn Kinder brauchen Eltern, die unter allen Umständen zu ihnen stehen und am besten ehrlich mit dem Thema der Zeugung durch Samenspende umgehen.

Die Familien werden selbstbewusster

Lange war die Samenspende mit einem Tabu behaftet, so wie unerfüllter Kinderwunsch insgesamt. Zum Glück ändert sich inzwischen auch in Deutschland der Umgang mit dem Thema. Mit DI gegründete Familien gehen offener damit um und erzählen ihre Kinder oft schon von Anfang von ihrem Enstehungsweg.

In meiner Praxis biete ich Paaren und Einzelpersonen die Möglichkeit sich bei der Familiengründung mit Spendersamen emotional und praktisch begleiten zu lassen. Dazu gibt es auch Informations-Workshops für Paare.

 

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