US-Endokrinologen bestätigen Gefahr durch Umwelthormone

veröffentlicht von am Mrz 31, 2016 in Allgemein, Kinderwunsch, Körper & Seele | Keine Kommentare
US-Endokrinologen bestätigen Gefahr durch Umwelthormone

Schon lange wurde vermutet, dass Weichmacher in Verpackungen, Cremes und Nahrung das menschliche Hormonsystem stören und chronisch krank machen können. Nun hat eine systematische Auswertung aller verfügbaren Literatur durch die US-Endocrine Society ergeben, dass Endokrine Disruptoren zu einem Anstieg von Erkrankungen wie Diabetes, Osteoporose, Brust- und Prostatakrebs, Übergewicht sowie verminderter Samenqualität führen. Störungen im Blutzuckerhaushalt, Kalziumstoffwechsel und der Wirkungsweise menschlicher Hormone allgemein sind ebenfalls nachgewiesen.

Besonders für Kinderwunschpatienten, die häufig schon mit hormonellen Störungen zu kämpfen haben, ist es essentiell möglichst wenig mit Endokrinen Disruptoren (EDC) in Kontakt kommen. Dies ist im Alltag nicht leicht umzusetzen, aber wichtig. Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Schweizer von der Rheinischen Friedrichs-Wilhelm-Universität in Bonn rät Verbrauchern: „Jeder kann selbst entscheiden, ob er die Wurst oder den Käse scheibenweise in Folie verpackt kaufen möchte (…) ob man seinen Kaffee im Gehen aus beschichteten Pappbechern trinken möchte.“

Endokrine Disruptoren finden sich in: Kunststoffverpackungen, Fertignahrung, Kosmetika, Elektronischen Geräten, Plastikspielzeug, Matratzen, Kinderwägen mit Flammschutzmitteln.

Beim Aufspüren von EDCs in Kosmetika hilft die App Tox Fox vom Bund für Umwelt- und Naturschutz.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

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