Kinderwunsch-Tipp 3: Privatsphäre schützen

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Kinderwunsch-Tipp 3: Privatsphäre schützen

Unerfüllter Kinderwunsch betrifft inzwischen immer mehr Paare. Trotzdem ist es eine private Angelegenheit. Zudem sind heikle Themen betroffen wie Gesundheit, Familienplanung und Sexualität. Daher ist es für die meisten Menschen sehr wichtig, hier die eigene Privatsphäre und die eigenen Grenzen zu wahren. Für Frauen kommt noch hinzu, dass eine Schwangerschaft aufgrund der immer noch vorhandenen Vorurteile berufstätigen Müttern gegenüber, fast so minutiös geplant werden muss wie eine Mondlandung.

Sorgfältig planen ist wichtig

Wenn Sie sich in einer Kinderwunschbehandlung befinden, haben sie wenigstens den Vorteil, dass Sie von der Schwangerschaft nicht überrascht werden. So können Sie sich frühzeitig um einen Kindergartenplatz kümmern und Ihren beruflichen Wiedereinstieg ins Auge fassen, wenn Sie das möchten.

Einige Gedanken zu diesem Themenfeld:

  • Auch der netteste Vorgesetzte ist nicht begeistert, wenn eine gute Mitarbeiterin schwanger wird. Darum erzählen sie niemandem, der nicht ihr absolutes Vertrauen hat, von Ihrer Kinderwunschbehandlung.
  • Sollten Ihnen Fragen nach der eigenen Familienplanung gestellt werden, sagen Sie einfach Sie hätten sich gegen eigene Kinder entschieden. Das Gegenteil kann Ihnen niemand beweisen. Inzwischen bleiben in Deutschland schon 1/3 der Akademikerinnen langfristig kinderlos. Eine Kinderwunschbehandlung hat nur eine Erfolgsquote von rund 15 Prozent, daher kann es sein, dass Sie kinderlos bleiben werden.
  • Telefonieren Sie mit Ihren Ärzten nur vom eigenen Handy aus und wenn Sie sicher sind, dass niemand Sie hört oder stören kann. Surfen Sie im Büro nicht auf einschlägigen Seiten, rufen Sie keine privaten Mails ab und drucken Sie ärztliche Befunde nicht im Büro aus. Lassen Sie sich auch nicht im Büro von der Arztpraxis anrufen.
  • Wählen Sie, wenn möglich, eine Praxis die zwar gut zu erreichen ist, aber nicht direkt neben Ihrem Büro liegt.
  • Stellen Sie für Abwesenheiten sicher, dass Sie von einer vertrauenswürdigen Person vertreten werden.
  • Wenn es Ihnen nach einer fehlgeschlagenen Behandlung psychisch oder körperlich schlecht geht, lassen Sie sich krankschreiben. Nichts ist schlimmer als in einer solchen Situation gute Laune vortäuschen zu müssen. Am besten planen Sie für die Zeit nach einer OP, Punktion oder Eizellübertragung eine Woche Urlaub oder auf jedenfall eine Pause ein.

Quelle: mdl, BKID