Canyon de Chelly: Atemberaubende Aussichten

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Canyon de Chelly: Atemberaubende Aussichten

Mitten im Navajo-Reservat in Arizona liegt das Canyon de Chelly National Monument. Das Herz des atemberaubenden Nationalparks auf der Hochebene des Colorado Plateau sind zwei 30 km lange Hauptcanyons. Wie die Finger eines Riesen zeigen der Canyon del Muerto in nördliche Richtung und der Canyon de Chelly nach Süden. An beiden Schluchten hat man eine wunderbare Aussicht in die Tiefen des Canyons. Der Horizont scheint mit den Rändern des Canyons zu verschmilzen wenn man in die Ferne blickt.

Folgt man dem South Rim Drive, gelangt man zu den den imposanten Türmen des Spider Rock. Sowohl der Spider Rock als auch die steilen Canyonwände bestehen aus rotem Sandstein. Schwarze Streifen aus Eisenoxid und Maganoxid, sogenannter ‚desert varnish‘, ziehen sich über den roten Untergrund. Rund 240 Meter erhebt sich Spider Rock vom Boden des Canyons. Für eine Fahrt entlang des South Rim oder North Rim Drive mit dem Auto sollte man jeweils rund drei Stunden für einen Weg einplanen.

Sie befinden sich auf privatem Grund

Obwohl der Nationalpark von der US-Parkverwaltung betrieben wird, ist er anders als alle anderen amerikanischen Nationalparks. Der Park befindet sich im Reservat der Navajo und ist somit Privatbesitz. Bis zum heutigen Tag leben hier rund 70 Familien. Sie pflanzen Pfirsiche, Gemüse und Mais an und züchten Schafe. Daher können Besucher des Canyons nur an einer Stelle ohne die Begleitung eines einheimischen Guides wandern gehen. Und zwar am White House Ruins Trail am Eingang des Canyon de Chelly. Vom Rand des Canyons bis zum Boden windet sich der Pfad an der Felswand 180 Meter in die Tiefe und bietet dabei wunderschöne Blicke in den Canyon. Unten angekommen durchquert man ein Pappelwäldchen und kommt zu einem Fluss, dem Chinle Wash. Wenn man ihn durchwatet, erreicht man die gut erhaltenen White House Ruins. Die kleinen Häuser werden schier von der roten Sandsteinwand über ihnen erdrückt. Der Weg zu den Ruinen ist vier km lang, für Hin- und Rückweg braucht man ungefähr zwei Stunden.

Im Nationalpark leben eine Vielzahl von Tieren: Vögel, Eidechsen, Luchse und Schlangen. Darunter auch die giftige Western Rattlesnake. Im Sommer wird es tagsüber 30 und manchmal auch 40 Grad heiß, abends kühlt es ab auf vier bis zehn Grad. Im Juli und August gewittert es nachmittags oft heftig.

Anfahrt: Man erreicht den Nationalpark über die Navajo Route 7, drei Meilen östlich der Hubbel Trading Post National Historic Site. Die Zufahrtsstraßen sind nicht asphaltiert und werden bei Regenwetter matschig und teilweise unpassierbar.
Quellen: eigene Reise, Little Known Southwest, National Park Service
Bildnachweis: Spider Rock , Canyon de Chelly National Monument, Arizona; National Park Service